Hello World Kernel Module

Heute geht's um Linux Kernel Module.

Ich zeige euch, wie ihr ein ganz simples "Hello World!" Modul erstellen könnt.

Ich benutze die Shell und einen Texteditor. Mehr brauchst du nicht für dein erstes Kernel-Modul!

 

Benötigte Vorkenntnisse

  • Linux - sudo und Root-Rechte
  • Texteditor
  • gcc
  • Makefile
  • C

Los geht's!

Und wir legen los. Am besten erstellst du ein neues Verzeichnis (ich arbeite im temp/hello_kernel Ordner) für das ganze

Und genau hier wird nun die datei module.c mit dem folgenden Inhalt erstellt. Die Datei könnt ihr hier downloaden.

Damit öffnet ihr vi als Texteditor und schreibt nun folgenden Inhalt in die Datei (i eingeben, um in den INSERT-Mode zu kommen).
(Randbemerkung: Hier gibt die Vi-Cheat Sheats. Ausdrucken und an die Wand nageln!!)
#include <linux/module.h>
MODULE_AUTHOR("Flex");
MODULE_LICENSE("Dual BSD/GPL");
MODULE_DESCRIPTION("Hello World module");
static int start__module(void) {
/* Use printk for debug prints of a kernel module */
printk(KERN_INFO " *** Hello linux! *** \n");
/* There are eight Loglevel-Strings, defined in <linux/kernel.h> */
/* (More precise: /linux/printk.h) */
/*
* #define KERN_EMERG
* #define KERN_ALERT
* #define KERN_CRIT
* #define KERN_ERR
* #define KERN_WARNING
* #define KERN_NOTICE
* #define KERN_INFO
* #define KERN_DEBUG
*
*/
/* Always use return 0 instant of EXIT_SUCCESS. On the
* kernel level, we return with 0 on success!
*/
return 0;
}
static void end__module(void) {
printk(KERN_INFO " *** Hello module exit *** \n");
}
/* This pointers design the entrance end exit functions of the module */
module_init(start__module);
module_exit(end__module);

Die Kommentare sollten für sich sprechen. mit STRG+C wechselt ihr in den Kommando-Modus von vi, und mit

Wird die Datei geschrieben und vi geschlossen.

Nur brauchen wir noch eine Makefile. Die Datei könnt ihr hier downloaden. Los gehts:

mit dem folgenden Inhalt

obj-m := module.o
PWD := $(shell pwd)
all:
make -C /lib/modules/$(shell uname -r)/build/ M=$(PWD) modules
clean:
make -C /lib/modules/$(shell uname -r)/build/ M=$(PWD) clean

 

Auf den genauen Inhalt will ich jetzt hier nicht eingehen. Betrachtet es einfach mal als von Gott gegeben, und benutzt die File. 😉

OK, nun wird das Modul kompiliert:

Fertig! Die Modul-Datei ist die module.ko, die brauchen wir nun.

 

Modul einbinden

Wir benutzen insmod mit Superuser-Rechten. Unter Ubuntu läuft mit sudo alles wunderbar

Und überprüft, ob das Modul geladen wurde

Sollte euch euer geladenes Modul anzeigen.

 

Nun wollen wir aber noch den Output vom printk anschauen. Das tool dazu ist dmesg. Wir pipen dmesg an tail, damit wir nur die letzten Zeilen erhalten.

gibt euch hoffentlich soetwas ähnliches wie die folgende Zeile aus:

Say hello to your little friend 🙂

 

Modul entfernen

Fertig. Wir pipen wieder dmesg an tail (Aber mit zwei Zeilen, damit wir sehen, wie lange das Modul gelaufen ist)

das Resultat schaut (hoffentlich) ungefähr so aus

Und so schaut das ganze am Bildschirm aus

Viel Spass beim Kernel-Hacking 🙂

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