Hochbeet

Mit den Umzug vom Heim in eine Wohnung sind auch einige Träume realisierbar geworden. Wie z.B. ein eigener Gemüsegarten.
Vorweg: Ich bin kein Profigärtner - maximal beginnender Hobbygärtner, also bitte nehmt alles was ihr hier lest nicht als in Stein gemeiselte Wahrheit.

Hochbeet

Diverse Leute und Bücher empfehlen immer wieder dein Einsatz eines Hochbeets. Zum einen soll die Temperatur um einige Grad höher sein als am Boden und überschüssiges Wasser kann leichter abfließen, was vor allem in den kalten Frühjahrsmonaten die Effizienz des Beetes steigern soll. Wie gesagt - ich bin kein Profi, ich mache das zum ersten Mal.

Im Grunde ist ein Hochbeet nichts anderes als irgendeine offene Schachtel/Box/Ikea-fertig-Containment das mit Erde befüllt wird. Klingt einfach, daher hab' ich mich auch dazu überreden lassen.

Los gehts!

Für den Anfang habe ich im Baumarkt 4 1,2m und 30-40cm hohe Bretter geholt. Diese sollen die Wände meines Beetes bilden.
Ich habe darauf geachtet, dass die Bretter unlackiert sind: Lackstoffe haben im Gemüsebeet nichts zu suchen. Um die Bretter miteinander zu verzimmern verwende ich Nägel und je eine 30cm Latte zur Verstärkung der Nagelseite.

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Der Garten ist umgestocken, die ersten Bretter eingesetzt

Ich steche den Garten mit den altbekannten Coldsteel Special Forces Shovel (tm) um. Eine ganz normale Schaufel reicht auch, aufgrund des höheren Effizienzgrades der normalen Schaufel gegenüber dem Daypack-tauglichen Feldspaten ist dem sportlichen Gärtner die Wahl seiner Werkzeuge selbst überlassen 😉

Ich vergrabe die Bretter etwa halb-tief und fülle beide Seiten wieder mit Erde auf.

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Das ist kein Feldspaten sondern ein Präzisionswerkzeug. Glatte Ränder sind im Hochbeet willkommen, da sie die Kräfte des emsigen Gärtners schonen (und als Foto schön ausschauen)

Der nächste Schritt besteht damit, die Bretter miteinander zu verbinden. Ich habe mich für die Variante mit Hammer und Nagel entschieden - Einfach, schnell und für den Einsatz mehr als ausreichend.
Nachdem ich also die Bretter halb vergraben habe werden sie alle passend eingesetzt und miteinder vernagelt.

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Die Bretter werden so ausgelegt, wie sie letztendlich verbunden werden sollen und halb-tief vergraben.

Urban search and rescue im Gemüsegarten!

Das zusammen-zimmern gestaltet sich als einfach und problemlos.  Als USAR-geschädigter Katastrophenhelfer gehe ich bei den Verbindungen streng nach dem erlernten Nagelmuster vor. Wenn schon Hochbeet, dann auch Erdbeben-sicher 😉

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USAR-ready Nagelmuster im Hochbeet. So macht man das!

Okay, wieder zurück zum Hochbeet

Die letzten Schritte

Nachdem alle Bretter fest miteinander verbunden sind, wird die Erde gleichmäßig verteilt.
Tipp: Wer verhindern möchte, dass Gras und Unkraut von hier aus nachwachsen kann der deckt die Erde jetzt mit Zeitungspapier aus. Ich meine Schwarz-Weißes, einfaches Zeitungspapier, nicht die farbige Illustrierte mit wasserfesten Seiten.

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Das fertig gezimmerte Hochbeet. Schaut doch schon ganz gut aus!

Das Beet wird jetzt noch mit Erde gefüllt. Da ich (noch) keinen Kompost habe, muss ich leider auf teure Erde vom Baumarkt zurückgreifen. Ich verwende 2 x 70l von der billigsten Pflanzenerde für je etwa 9 Euro.

Sobald das Beet damit gefüllt ist, kann man es auch schon bepflanzen.

Fertig :-)
Fertig 🙂

Und fertig ist der eigene kleine Gemüsegarten. Ich habe in den letzten Wochen Setzlinge gezüchtet, die in nächster Zeit noch eingepflanzt werden. Sobald das verdammte Aprilwetter sich entschließt Richtung Frühling zu gehen - kein Schnee auf meinen Tomaten -

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