MTP in Ubuntu 12.04 und 12.10

Bei neueren Androiden ist der Zugriff auf das Dateisystem mittels einer USB-Partition nicht mehr möglich. Google entschied sich, das von Microsoft und Canon vorgestellte MTP Protokoll einzubauen, das leider nicht bei allen Betriebssystemen einwandfrei Out-of-the-box unterstützt wird.

 

Abhilfe in Ubuntu 12.04 und 12.10

Dieser Workaround geht über ein Update des virtuellen Gnome Filesystems gvfs.

Eine direkte Implementierung ist erst in Ubuntu 13. 04 "Raring Ringtail". Bis dahin, und bis sich ein Umstieg lohnt steht jedoch ein PPA für 12.04+ zur Verfügung, in dem das ganze nachinstalliert werden kann. Folgende Befehle sollten das ganze nachinstallieren:

sudo add-apt-repository ppa:langdalepl/gvfs-mtp
sudo apt-get dist-upgrade
sudo apt-get upgrade

Abmelden und neu anmelden sollte das ganze aktivieren. Ein Neustart ist meistens nicht erforderlich.

Ich habe das Procedere auf meinem Lenovo x220 Tablet und einem Samsung Galaxy Note 2 Tab getestet. Funktioniert ohne Probleme

Zurücksetzen

Einfach das PPA wieder entfernen und das Dateisystem gtvfs downgraden:


sudo ppa-purge ppa:langdalepl/gvfs-mtp
sudo apt-get update

Fertig! 🙂

Achtung: Windows 8, NTFS-3G und Schnellstart

Achtung: Der Zugriff auf eine NTFS-Partition von Windows 8 kann zum Datenverlust führen, wenn das Schnellstart-Feature von Windows 8 aktiviert wurde.

Konkret: Ein Teil der Metadaten aller Partitionen wird nach dem erneuten Booten von Windows wiederhergestellt. Werden diese Metadaten wiederhergestellt, sind Änderungen die nach dem Herunterfahren von Windows gemacht wurden, nicht mehr sichtbar. Folglich könnten dadurch alle neu erstellten Datein, die in Linux erstellt/gelöscht/bearbeitet wurden, verloren gehen.

Einer der Entwickler des NTFS-3G Treibers spricht die Problematik auf seiner Homepage an.

Workaround

Schnellstar-Feature unter Windows deaktivieren. Als Administratur muss dazu folgender Befehl in einer Kommandozeile ausgeführt werden

powercfg /h off

 

http://www.heise.de/open/artikel/Die-Woche-Gefahren-beseitigen-nicht-ignorieren-1780899.html

 

Hello World Kernel Module

Heute geht's um Linux Kernel Module.

Ich zeige euch, wie ihr ein ganz simples "Hello World!" Modul erstellen könnt.

Ich benutze die Shell und einen Texteditor. Mehr brauchst du nicht für dein erstes Kernel-Modul!

 

Benötigte Vorkenntnisse

  • Linux - sudo und Root-Rechte
  • Texteditor
  • gcc
  • Makefile
  • C

Los geht's!

Und wir legen los. Am besten erstellst du ein neues Verzeichnis (ich arbeite im temp/hello_kernel Ordner) für das ganze

Und genau hier wird nun die datei module.c mit dem folgenden Inhalt erstellt. Die Datei könnt ihr hier downloaden.

Damit öffnet ihr vi als Texteditor und schreibt nun folgenden Inhalt in die Datei (i eingeben, um in den INSERT-Mode zu kommen).
(Randbemerkung: Hier gibt die Vi-Cheat Sheats. Ausdrucken und an die Wand nageln!!)
#include <linux/module.h>
MODULE_AUTHOR("Flex");
MODULE_LICENSE("Dual BSD/GPL");
MODULE_DESCRIPTION("Hello World module");
static int start__module(void) {
/* Use printk for debug prints of a kernel module */
printk(KERN_INFO " *** Hello linux! *** \n");
/* There are eight Loglevel-Strings, defined in <linux/kernel.h> */
/* (More precise: /linux/printk.h) */
/*
* #define KERN_EMERG
* #define KERN_ALERT
* #define KERN_CRIT
* #define KERN_ERR
* #define KERN_WARNING
* #define KERN_NOTICE
* #define KERN_INFO
* #define KERN_DEBUG
*
*/
/* Always use return 0 instant of EXIT_SUCCESS. On the
* kernel level, we return with 0 on success!
*/
return 0;
}
static void end__module(void) {
printk(KERN_INFO " *** Hello module exit *** \n");
}
/* This pointers design the entrance end exit functions of the module */
module_init(start__module);
module_exit(end__module);

Die Kommentare sollten für sich sprechen. mit STRG+C wechselt ihr in den Kommando-Modus von vi, und mit

Wird die Datei geschrieben und vi geschlossen.

Nur brauchen wir noch eine Makefile. Die Datei könnt ihr hier downloaden. Los gehts:

mit dem folgenden Inhalt

obj-m := module.o
PWD := $(shell pwd)
all:
make -C /lib/modules/$(shell uname -r)/build/ M=$(PWD) modules
clean:
make -C /lib/modules/$(shell uname -r)/build/ M=$(PWD) clean

 

Auf den genauen Inhalt will ich jetzt hier nicht eingehen. Betrachtet es einfach mal als von Gott gegeben, und benutzt die File. 😉

OK, nun wird das Modul kompiliert:

Fertig! Die Modul-Datei ist die module.ko, die brauchen wir nun.

 

Modul einbinden

Wir benutzen insmod mit Superuser-Rechten. Unter Ubuntu läuft mit sudo alles wunderbar

Und überprüft, ob das Modul geladen wurde

Sollte euch euer geladenes Modul anzeigen.

 

Nun wollen wir aber noch den Output vom printk anschauen. Das tool dazu ist dmesg. Wir pipen dmesg an tail, damit wir nur die letzten Zeilen erhalten.

gibt euch hoffentlich soetwas ähnliches wie die folgende Zeile aus:

Say hello to your little friend 🙂

 

Modul entfernen

Fertig. Wir pipen wieder dmesg an tail (Aber mit zwei Zeilen, damit wir sehen, wie lange das Modul gelaufen ist)

das Resultat schaut (hoffentlich) ungefähr so aus

Und so schaut das ganze am Bildschirm aus

Viel Spass beim Kernel-Hacking 🙂

Diavolino und Ubuntu

Diavolino. Von Evil Mad Science.

Das Diavolino ist ein freier, programmierbarer Mikrocontroller. Er ist Arduino-Kompatibel und muss selber zusamengelötet werden. Vorteile gegenüber einem zusammengebastelten Arduino

  • billiger (wenn man einen FTDI-Kabel/FTDI-Friend! besitzt)
  • Komponente können bei Bedarf aufgemotzt werden
  • Löten macht Spass 🙂

Zum Beginnen empfehle ich trotzdem einen Arduino. Ich habe selbst gemerkt, dass vor allem in der Anfangsphase etwas Frust unausweichlich ist ...

Karge beiliegende Beschreibung, die völlig ausreicht. Sofern man schon einmal gelötet hat ...

Nach ein paar wirklich nicht schweren Lötarbeiten, sollte der Controller fertig sein. Nochmals: Zum Einstieg Arduino verwenden. Diavolino ist sehr cool, aber man sollte vorher schon mal gelötet haben und sich mit dem Arduino auskennen, sonst ist Frust vorprogrammiert.

Assembly done. Diavolino rocking for action!

 

Diavolino und Ubuntu

Leidiges Kapitel. Hat mich etwa 2 Wochen gekostet bis ich das Teil endlich laufen hatte. Bis zum Schluss waren doch ein paar Tweak nötig, die ich hier kurz festhalten.

Ich gehe hier davon aus, dass der Leser sich bereits grundlegend mit dem Arduino auskennt sund schon mal ein Sketchbook kompiliert und geuploaded hat. Ansonsten könnt ihr das hier nachlesen.

OK. Zunächst braucht ihr einen FTDI Kabel oder ähnliches. Ich verwende den FTDI Friend! von Adafruit.
Damit ist zunächst einmal eine physische Verbindung zum Diavolino möglich. Leider funktionierte diese von Haus aus nicht mit dem Arduino von Ubuntu.

Ein Upload zum Diavolino endete stets mit

oder mit

Zunächst einmal wurde der FTDI-Friend nicht erkannt. Merkbar daran, dass das ls /dev/tty*-Kommando mit zwar mein Arduino angezeigt hat (ttyACM0), aber keinen FTDI-Friend (später als ttyUSB0)

ttyACM0 wird angezeigt, ttyUSB0 scheint nicht da zu sein.

Nach ein paar Recherchen hat mir dieser Beitrag geholfen, den FTDI Friend! mit Ubuntu zu koppeln:
Zunächst Vendor und Produkt-ID mit lsusb rausfinden

Notieren. Bei mir ist das also (Achtung! In HEX)

VENDOR-ID: 0x0403
PRODUCT-ID: 0x6001

Diese mit modprobe benutzen, um das ftdi-sio Kernel Modul richtig zu laden

Ohne vendor=0x0401 und product=0x06001 hat's bei mir nicht geklappt. Danach war jedoch ttyUSB0 zu finden:

Hurra! Doch ich hatte noch ein Problem: Auf ttypUSB0 konnte Arduino nicht schreiben. Merkbar daran, dass ttyUSB0 nicht unter "Tools->Serial Port" auftauchte ... Ein simples chmod reicht.

OK, ist grundsätzlich nicht gut, dass ALLE Benutzer lesend und Schreibend darauf zugreifen können. Consider it a temporary hack, and this should be removed soon! 😉

Viel Spass!

Android goodie: AirDroid

Genervt davon, dass ihr eine riesige Arbeitsfläche am Bildschirm habt, das Handydisplay aber nur minimalistisch klein und unpraktisch? Warum sollte ich denn nicht meine SMS am Bildschirm lesen und beantworten können?

Dann bringe ich euch heute eine besonderes Goodie nahe: AirDroid für Android.

Login-Fenster am PC (Ausschnitt)

Sobald das App am Handy gestartet ist, zeigt es einen Zugangscode und eine Web-Adresse. In meinem Fall war es die http://10.0.1.72:8888 - gib diese Adresse in  deinen Lieblingsbrowser (z.B. Firefox oder Chrome oder Opera, notfalls auch Safari) ein, und du landest auf der oben dargestellten Login-Seite. Dort musst nun den am Handy dargestellten Zugangscode eingeben, und bevorzugt HTTPS aktivieren (Verschlüsselte Verbindung)

Oberfläche von AirDroid am PC

Die Oberfläche ist intuitiv zu bedienen und sehr einfach. Sogar auf meinem Netbook (Intel Atom 1GHZ Single-Core, 1 GB RAM, LUbuntu 12.04, HDD) läuft's im Chrome akzeptabel.

Nun ist es endlich auch möglich SMS vom PC-Browser aus zu versenden, Dateien bi-direktional zu transferieren, Kontakte zu managen, Bildeanzuschauen, Apps zu installieren. 🙂
Kurz: Du bringst dein Phone auf den Computerbildschirm.

Message Fenster lädt gerade im Firefox am PC.

Viel Spass mit AirDroid !!

QR-Code von AirDroid

 

Fix Arduino in Ubuntu 12.04

HELL YEAH! Endlich ist das Adafruit-Packet aus Amerika eingetroffen. Los geht's mit etwa Arduino-Löt-Spass.

Doch anscheind ist die frische Arduino-Installation unter Ubuntu anderer Meinung und wirft einem gleich schon einen fetten Stein ins Boot: Hochladen auf das Arduno Board funktioniert von Haus aus nicht über die Arduino IDE.

Frustrierender Anblick: "Serial Port" ist nicht aktivierbar. Wie bitte soll ich da meinen Code hochladen?!??

Nach einigen Versuchen und etwas einlesen bin ich auf die Lösung gestoßen:

  1. Der aktive Benutzer muss zur Gruppe dialot gehören (sollte von Arduino selbst gelöst werden)
  2. Die Device file muss lese- und schreibbar sein

Gruppe dialout

Ersteres ist leicht zu bewerkstelligen, wenn sich die Arduino IDE noch nicht darum gekümmert hat:

sudo usermod -a -G dialout user

Wobei user durch den entsprechenden User ersetzt wird.

Device file

Zunächst die entsprechende Device file identifizieren. Mit

ls /dev/tty*

Bei mir läuft das Arduino unter ttyACM0, das Diavolino mit einem FTDI Friend als ttyUSB0. Entsprechende Device-file notieren, notfalls mit dmesg oder lsusb Nachforschungen anstellen.

Nehmen wir an, wir wollen ttyUSB0 für das Arduino verwenden. Dann wird die Device file jetzt für alle Benutzer zugängig gemacht:

sudo chmod a+rw ttyUSB0

Fertig!

Jetzt funztz: Serial port kann ausgewählt werden, mein Diavolino blinkt. 🙂

OK, damit läuft nun die Ardunio IDE unter Ubuntu 12.04. Viel Spass, und keep it moving 🙂

PowerDNS und .local domain

In unserem Heimnetzwerk soll nun jeder Computer einen eigenen DNS-Eintrag im internen DNS-Nameserver erhalten.

Heute wollen wir PowerDNS mit PowerAdmin konfigurieren.

Voraussetzungen:

  • PowerDNS mit PowerAdmin (Backend ist egal)
  • Grundlegende DNS Kenntnisse
  • Funktionierender, konfigurierter PowerDNS (dieser Artikel ist hilfreich für Debian Systeme)

First attempt

Der erste Versuch eine .local Domäne anzulegen schlägt mit folgender Meldung fehl:

Ein Hobby-Admin lässt sich von solchen lächerlichen Meldungen natürlich nicht abhalten.

Lösung

Wir editieren die Datei /inc/config-me.inc.php im PowerAdmin Verzeichnis (auf dem Webserver) und finden dort die folgende Line

Die Line zwingt PowerAdmin zu überprüfen, ob es sich um eine strikt gültige Top-Level-Domain (tld) handelt und wirft eine eingegebene Adresse zurück, wenn dies nicht der Fall ist. Die 1 wird 'ne 0 und schon war's das!

Anschließend kann, wie gewohnt eine local-Domäne erstellt, und Records hinzugefügt werden.

 

Viel Spass!

Solution for the broken r8169 driver in Ubuntu

I had troubles with the Ubuntu r8169 driver and my Realtek RTL8111/8168B PCI Express Gigabit Ethernet controller for a long time.

Finally it semms that I found a solution for a stable ethernet connections: The new r8168 driver (Version 8.031.00 - found here on Google Code) seems to work quite good out of the box.

Just extract it, and run (as root) autorun.sh via

Of course, you have to do this after a kernel update once again.
Don't forget this - It frakked me one time!

Thats all 🙂

Seems to do it's work quite good