OpenFireMap

Wunderschöner Sonntag morgen. Wunderbar um mit den ersten Experimenten an openfiremap zu starten!

Beispiel von openfiremap.org. Die Stadt Schnaittach (zu OpenFireMap wechseln).

OpenFireMap

OpenFireMap baut auf OpenStreetMap auf und erweitert dieses um nützliche Einträge, die feuerwehr- und rettungstechnisch relevant sind.
So können beispielsweise Hydranten, Gerätehäuser sowie Saugstellen digitalisiert und eingetragen werden.

Als Beispiel wird im offiziellen OpenFireMap-Wiki die Stadt Schnaittach (zu OpenFireMap wechseln) genannt, das gleichzeitig auch als Vorbild gelten kann. 🙂

Wie kann ich mitmachen?

Du brauchst:

Es funktioniert anscheinend auch mit dem iPhone (oder ähnlichen Apfelkisten). Ich habe mir sagen lassen, das Trails (Link geht zum App-Store) ein brauchbares Tool für das iPhone sein soll.

OSMTracker für Android

Erste Schritte mit dem Handy

Zunächst: GPS aktivieren.

Danach den OSMTracker starten und im Menü "New Track" wählen. Der OSMTracker beginnt nun mit dem Aufzeichnen eurer GPS-Position. Erst sobald ein brauchbares GPS-Signal empfangen wurde, werden die Schaltflächen freigeschaltet.

Wenn ihr nun herumläuft zeichnet er laufend die Wegpunkte auf, die anschließend auf dem Computer als zusammenhängender Weg erscheinen. Dies passiert automatisch, dazu braucht man nichts machen.

Auf dieser Seite (OpenStreetMap-Wiki) findet ihr einige Anleitungen, wie man spezielle Einträge auf einem Track hinzufügt.

Grundsätzlich gilt: Die aufgezeichneten Daten sind Rohdaten, die erst ausgewertet werden müssen. Sie werden so NICHT direkt übertragen, ihr könnt also ruhig Kommentare, Notizen ecc. hinzufügen. Die landen dann NICHT auf dem Server.

 

OK, ihr erhaltet so jetzt einen "Track", also einen Weg. Mit den Schaltflächen am OSMTracker auf eurem Android könnt ihr aber zusätzliche Markierungen einfügen.

Wie der Weg aussieht, seht ihr weiter unten, im Abschnitt "Bearbeitung mit JOSM"

Track aufgezeichnet. Was nun?

Wunderbar! Nun muss der Track noch als GPX exportiert werden. Im OSMTracker-Menü Stop&Save auswählen speichert den Track ab (und stoppt die Aufzeichnung). Nun kann man den Track anklicken, und einen Namen geben. Anschließend im Menü des Tracks auf "Export to GPX" klicken.

Die GPX Datei landet (bei mir zumindest) auf der SD-Card im Ordner osmtracker.

Am besten geht es, die Datei entweder mittels Dropbox, USB-Kabel oder (notfalls) per eMail auf einen Rechner zu übertragen. Wie ihr das macht, sei euch und eurer Kreativität überlassen. 😉

 

Am Computer verwende ich JOSM um die Daten zu bearbeiten. Ihr könnt natürlich verwenden, was euch am besten passt.

 

Bearbeitung mit JOSM

Das ist JOSM. JOSM ist freie Software und ein sehr brauchbares Tool, um für OSM zu "zeichnen". Der Ersteindruck täuscht. JOSM ist sehr einfach und intuitiv zu bedienen!

JOSM - Ein freier OpenStreetMap Viewer und Editor für Linux/Windows/MAC. Er ist in Java geschrieben.

 

Importieren von Daten

JOSM findet ihr hier. In JOSM öffnet ihr die zuvor erstellte GPX-Datei einfach mit Datei-öffnen. Was ihrnun  seht ist wahrscheinlich ein noch nicht recht viel aussagendes Wirr-Warr von Linien und Punkten. Das sind die getrackten GPS-Koordinaten.

So in etwa schaut ein nackt importierter Track aus.

Um den ganzen einen Sinn zu geben, könnt ihr im Datei Menü vorhandene OpenStreetMap-Karten als Layer hinzufügen. Das beudetet, dass Ihr eure Strecke aufbereits bestehenden Kartenmaterial sehen könnt. Damit lässt sich besser arbeiten.

Dazu einfach File->Download from OSM... Der voreingestellte Bereich reicht in der Regel aus.

Sieht doch gleich besser aus: Die aktuelle OSM-Map als zusätzlichen Layer hilft bei der Orientierung.

In der linken Toolbar könnt ihr nun einzelne Nodes hinzufügen. Damit lassen sich Strassen erstellen, oder einzelne Wegpunkte markieren. Einen Streckenzug könnt ihr mit ESC abbrechen.

Noch besser finde ich die Tastatur-Shortcuts.
Okey, kann ach daran liegen, dass man als Linux-Shell-Mensch grundsätzlich das Keyboard verwenden will, da das meiste einfach schneller geht! 😉

Die wichtigsten Shortcuts sind

  • A - "Add Node" - In den Knoten Zeichnen Modus wechseln
  • S - "Select tool" - Knoten selektieren/auswählen
  • F3 - Ausgewählte Knoten einer Kategorie zuweisen

Damit kommt man für's erste aus.

Tags setzen

Kernpunkt ist das Setzen von Tags: Damit werden Wegpunkte und ganze Wege mit Attributen versehen. Es gibt eine Vielzahl von Attributen, die ihr entweder mit F3 oder unter "Presents" im Menü findet.

Ein Kernpunkt ist das Benennen von Strassen: Dazu wählt ihr zunächst den Strassentyp aus (im Menü "Presents") und könnt anschließend in der rechten Toolbar einen weiteren Tag hinzufügen: Klickt auf "Add", wählt as Namen "name" und gebt den Strassennamen ein.
Für Fortgeschrittene: Benutzt den key highway mit entsprechendem value (z.b. residential) um Straßen zu markieren.

OpenStreetmap unterstützt übrigens Localizations:

  • name:de gibt den deutschen Namen an
  • name:en gibt den englischen Namen an
  • ecc.

 

Und die Hydranten?

Was uns noch interessiert ist wie man denn nun Hydranten hinzufügt:

Mit F3 findet ihr einen Eintrag "Fire Hydrant". Fertig 😉

Ein Knoten wird zum Hydranten. JOSM bietet dem Benutzer einiges an Einstellungsmöglichkeiten

JOSM selbst lässt den Benutzer schon recht viel zum Hydranten sagen:

  • Oberflut/Unterflurhydrant
  • Durchmesser
  • Druck
  • Anzahl an Anschlüssen
  • ecc.

 

HTTP-Darstellung gefixed

Hey, interessante Neuigkeiten.

Wenn man in WordPress die Stamm-URL mit https:// angibt, gibt's bei meinem self-signed Zertifikat Probleme mit der Darstellung im normalen http-Modus.

Problem erkannt und gefixed 🙂

Kurz erklärt:

  • HTTP, oder Hypertext transfert protocol, ist das Protokoll, das dir die Seite anzeigt. Version 1.1, siehe auch RFC2616
  • HTTPS ist, einfach ausgedrückt, verschlüsseltes HTTP. Das Protokoll, das eure ganzen Kreditkartennummern und Bankdaten schützen (soll)