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Gegen rechts

Ganz egal wie die Wahl zum Bundespräsidenten heute ausfällt, ich stelle mich ganz gezielt gegen Rechts auf. Auch wenn die Chancen für einen rechtspopulistischen Bundespräsident sehr hoch sind, ich wünsche keinen Norbert Hofer in der Hofburg in Wien und keinen FPÖ-Politiker in irgendeiner verantwortungsvollen Position.

Ich lehne das Parteiprogram der FPÖ ab1, und dieser Punkt ist für mich indiskutabel - Sie stellt einen zu großen Kontrast zu meinen Wertevorstellungen und ethischen Grundsätzen dar.

Ich hoffe stark, dass Alexander Van-der-Bellen gewinnt und wünsche ihm viel Erfolg!

1 Genauer gesagt, die “freiheitliche” Interpretation davon. Das Programm ist so schwammig geschrieben, dass man sich nicht davon distanzieren kann, ohne sich bloßzustellen. Im Kontext der blauen Partei ist das Programm sehr stark rechts geprägt und stellt damit für mich einen Verstoß gegen mein Empfinden der Menschenrechte dar. Dieser Punkt ist jedoch Standpunktabhängig und möglicherweise nicht allgemein gültig.

[UPDATE]

Ich möchte an dieser Stelle das folgende Zitat noch hinzufügen

“Gazeta Wyborcza” (Warschau):
“Populisten gewinnen überall auf dem Kontinent an Stärke. Aber das kleine, ruhige Österreich wurde zum ersten Land, in dem es der extremen Rechten gelang, so weit zu kommen, dass sie die Hand nach der Macht ausstrecken kann. Es ist klar, dass das nicht mit dem Wahlabend endet. Österreich wird in den kommenden Jahren zum politischen Labor, in dem Methoden des Kampfes gegen Populisten getestet werden.”

[UPDATE]

Da sind wir anscheinend nochmals mit zwei blauen Augen davongekommen. Van-der-Bellen gewinnt die Wahl um Haaresbreite!
Nichts desto trotz haben etwas weniger als 50% der Wähler für eine Nazi-Partei gestimmt.

Ich bin echt besorgt über den politischen Rechtsruck, der sich in in den letzten Jahren in fast ganz Europa breit macht. Unschöne Zeiten.

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